Kekse dekorieren sieht oft komplizierter aus, als es tatsächlich ist. Du brauchst weder jahrelange Erfahrung noch eine komplett ausgestattete Profi-Küche. Entscheidend sind eine gute Vorbereitung, die richtige Icing-Konsistenz und etwas Geduld.
Ich zeige dir sieben Tipps, mit denen du typische Fehler vermeidest und deine Cookies sauber und kreativ dekorieren kannst.
- Verwende formstabile Kekse
Nicht jedes Keksrezept eignet sich zum Dekorieren. Der Teig sollte beim Backen möglichst wenig verlaufen, damit die ausgestochenen Formen und Kanten erhalten bleiben.
Kühle den Teig vor dem Ausrollen ausreichend und lege bei Bedarf auch die ausgestochenen Kekse noch einmal kurz in den Kühlschrank. So behalten sie beim Backen besser ihre Form.
- Lasse die Kekse vollständig auskühlen
Auch wenn du am liebsten sofort mit dem Dekorieren beginnen möchtest: Warte, bis die Kekse vollständig ausgekühlt sind.
Auf warmen Keksen kann das Royal Icing schmelzen, verlaufen oder ungleichmäßig trocknen. Plane deshalb ausreichend Zeit zwischen Backen und Dekorieren ein.
- Achte auf die richtige Icing-Konsistenz
Die Konsistenz des Royal Icings entscheidet darüber, wie gut du damit arbeiten kannst.
Für Konturen und feine Details benötigst du ein festeres Icing, das seine Form behält. Zum Ausfüllen größerer Flächen sollte das Icing flüssiger sein und sich gleichmäßig verteilen, ohne über den Rand zu laufen.
Gib zusätzliche Flüssigkeit immer nur tropfenweise hinzu. Ein zu flüssiges Icing wieder zu verdicken ist deutlich aufwendiger.
- Beginne mit wenigen Farben
Gerade am Anfang musst du nicht mit zehn Farben gleichzeitig arbeiten. Zwei bis vier gut aufeinander abgestimmte Farbtöne reichen für viele schöne Designs vollkommen aus.
Verwende vorzugsweise Gel- oder Pastenfarben. Sie färben intensiv, ohne die Konsistenz des Icings so stark zu verändern wie flüssige Lebensmittelfarbe. Beachte außerdem, dass Farben beim Trocknen häufig noch etwas kräftiger werden.
- Arbeite zuerst mit einer Kontur
Ziehe zunächst eine feine Außenlinie um die Fläche, die du ausfüllen möchtest. Diese Kontur dient als Begrenzung und verhindert, dass das flüssigere Icing über den Keks läuft.
Anschließend kannst du die Fläche ausfüllen. Kleine Lücken lassen sich mit einem Zahnstocher schließen. Gleichzeitig kannst du damit Luftblasen entfernen, bevor das Icing trocknet.
- Plane die Trocknungszeit ein
Royal Icing benötigt Zeit, um vollständig auszuhärten. Je nach Konsistenz, Raumtemperatur und Dicke der Schicht kann das mehrere Stunden dauern.
Möchtest du weitere Details auf eine bereits dekorierte Fläche setzen, sollte die erste Schicht vorher ausreichend getrocknet sein. Andernfalls können die Farben ineinanderlaufen oder die Oberfläche beschädigt werden.
Lasse die Kekse am besten offen und bei Raumtemperatur trocknen. Verpacke sie erst, wenn das Icing vollständig fest ist.
- Starte mit einfachen Motiven
Komplizierte Designs sind kein Muss. Punkte, Linien, Herzen, Blätter und einfache Farbflächen eignen sich ideal für den Einstieg. Aus wenigen Grundelementen lassen sich bereits viele unterschiedliche Motive entwickeln.
Teste neue Techniken zunächst auf einem einzelnen Keks oder einem Stück Backpapier. So bekommst du ein Gefühl für den Druck auf den Spritzbeutel und die Fließgeschwindigkeit deines Icings.
Übung ist wichtiger als Perfektion
Beim Kekse dekorieren darf nicht jeder Strich sofort perfekt sein. Auch kleine Unregelmäßigkeiten machen deine Cookies individuell und handgemacht.
Mit jedem dekorierten Keks entwickelst du mehr Sicherheit für Konsistenzen, Farben und Techniken. Beginne mit einem einfachen Design, arbeite Schritt für Schritt und hab vor allem Freude am kreativen Prozess.
Du möchtest Royal Icing von Grund auf verstehen?
In meinem Icing Guide zeige ich dir, wie du die passende Konsistenz herstellst, typische Fehler vermeidest und deine Cookies Schritt für Schritt dekorierst. So musst du dir die einzelnen Grundlagen nicht mühsam zusammensuchen und kannst direkt kreativ loslegen.
Zum Kurs: Cookie & Icing Komplett-Guide
